Das liebe Geld

Bargeld

Bargeld ist immer seltener im Umlauf. Für einen guten Überblick über die Finanzen eignet sich Bargeld aber sehr gut: Sie sehen, wie viel Sie haben und Sie spüren es, wenn Sie das Geld ausgeben. Das ist bei einer Überweisung oder beim Kauf mit Kreditkarte oft nicht so.

Für das direkte Zahlen im Laden, am Stand, in der Bar etc. ist Bargeld am besten geeignet. Wenn die Person, der Sie etwas zahlen wollen/müssen, jedoch nicht an Ort ist, können Sie eine Einzahlung auf das Konto dieser Person machen. Das Gleiche gilt, wenn Sie von jemandem Geld erhalten.

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Konto und Bankwahl

Praktisch alle Erwachsenen in der Schweiz haben ein Konto – es ist beinahe unmöglich, ohne Konto hier zu leben. Viele haben ein Privatkonto bei der Postfinance AG. Nach Gesetz muss in der Schweiz ein Netz von Poststellen und Postagenturen existieren. Postagenturen gibt es zum Beispiel in Läden. Diese Postfilialen stellen die Grundversorgung im Zahlungsverkehr sicher (2019 gibt es in der Schweiz 1’078 Poststellen und 1’061 Postagenturen).
Auf jeder Poststelle können Sie einzahlen, auch wenn Sie dort kein eigenes Konto haben. Bei einer Bank können Sie nur einzahlen, wenn Sie dort ein Konto haben. Wenn eine Post­filiale in einem Laden eingemietet ist, können Sie nicht mit Bargeld einzahlen, sondern nur mit einer PostCard.
Wenn mehr Geld hereinkommt, als Sie ausgeben, können Sie das Geld auf dem Konto lassen. Allerdings bekommen Sie sehr wenig Zins für Ihr Geld. Wenn Sie mehr Geld ausgeben als Sie auf Ihrem Konto haben, müssen Sie aber einen hohen Verzugszins zahlen. Versuchen Sie, nicht in diese Situation zu kommen. Sie können beim Eröffnen Ihres Kontos auch angeben, dass Sie eine Limite von 0 Franken wollen. Das heisst, Sie können gar nicht ins Minus gehen.
Die Post, wie auch die Banken, verlangen unterschiedlich hohe Gebühren für die Kontoführung (0 bis 60 Franken und mehr pro Jahr), je nachdem, wie viel Geld Sie auf dem Konto haben und ob Sie noch andere Dienste von Postfinance bzw. der betreffenden Bank nutzen. Auf Wunsch erhalten Sie jeden Monat eine Abrechnung auf Papier (die kostet).
Beliebt ist die gelbe Postcard, mit der Sie bei vielen Automaten (= Postomaten) Geld beziehen können (2019 gibt es 850 Postomaten). Die Postcard ist gratis.

Zur Eröffnung eines Privatkontos bei der Post braucht es:
1. Basisvertrag mit Anerkennung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)
2. Wahl des Dienstleistungsangebots
3. Selbstauskunft zur Steueransässigkeit

Anmeldeformular für ein Konto bei der Postfinance

Bank – Privatkonto

Viele Leute haben ein Privatkonto bei einer Bank. Die Bedingungen sind ähnlich. Bei einer Bank können Sie nur Einzahlungen machen, wenn Sie dort ein Konto haben. Geld abheben natürlich auch.

Welche Bank ist die günstigste? Jede Bank hat Vor- und Nachteile; das gilt auch für Postfinance. Es ist sehr schwierig, eine Empfehlung für eine bestimmte Bank abzugeben. Wichtige Faktoren sind, ob man noch andere Finanzprodukte bei der Bank nutzt und wie viel Geld man auf dem Konto hat. (Siehe Vergleichsportal Moneyland.ch).